Blasiussegen erhalten
Von der Legende des Hl. Bischof Blasius zum Blasiussegen
In Vorbereitung auf den Blasiussegen, den Gemeindeassistentin Claudia Nowak am Freitag, den 2. Februar 2018, im Hofheimer Kindergarten erteilte, hörten die Kinder einiges über das Leben und Wirken dieses Heiligen, der auch zu den 14 Nothelfern zählt.
Blasius wirkte in Armenien zunächst als Arzt und ließ sich schon früh taufen. Geprägt war er dabei von den biblischen (Heils-)Erzählungen und den Worten Jesu, die er in der Bibel las. Blasius war durch seine guten Taten bei den Menschen sehr beliebt und so wählten sie ihn eines Tages zu ihren neuen Bischof.
Der Legende nach musste sich Bischof Blasius verstecken, da das Christentum im römischen Reich verboten war. Er rettete sich in eine Höhle im Wald. Die wilden Tiere beschützten ihn und die Vögel versorgten ihn mit Nahrung.
Eine alte, arme Frau, die ihr einziges Schwein zurück bekam, das ein Wolf geraubt hatte, versorgte den Bischof mit Brot und Kerzen, denn er hatte für sie gebetet und Gott um Hilfe angefleht.
Doch eines Tages kamen die Soldaten doch in die Höhle und nahmen Bischof Blasius gefangen. Er wurde, wie viele andere Christen auch, ins Gefängnis geworfen.
Dort brachte eine Mutter ihren Sohn zu Blasius. Das Kind drohte zu ersticken, da es eine Fischgräte verschluckt hatte, die im Hals stecken geblieben war. Bischof Blasius und die Mutter beteten gemeinsam zu Gott und flehten: „Wir bitten dich erhöre uns“.
Und tatsächlich – das Kind begann plötzlich zu husten und da rutschte die Gräte wieder aus dem Hals heraus und das Kind konnte wieder richtig atmen.
In Erinnerung daran empfangen wir auch heute noch, immer zum Namenstag des Hl. Bischof Blasius, diesen Segen, der uns vor Halsschmerzen, Halserkrankungen, Ersticken und allem, an dem wir schwer zu schlucken haben, bewahren soll.
Dazu werden den Gläubigen zwei gekreuzte Kerzen vor das Gesicht gehalten und der Segen gesprochen. Ein Moment, der bei jedem Kind tiefe Eindrücke hinterlässt, wie die Fotos zeigen.
Text: Carola Caupert-Müller
Fotos: Claudia Mildner
